Werner Braun
Im Alter von 8 Jahren begann meine musikalische Reise mit zwei Jahren Blockflötenunterricht, gefolgt von klassischen Klavierstunden bei einem 77 Jahre alten Klavierlehrer. Schon früh bevorzugte ich das Spielen auswendig und nach Gehör statt nach Noten, was jedoch weder meine Eltern noch meinen Klavierlehrer überzeugte. Nach zwei Jahren brachen meine Eltern den klassischen Klavierunterricht ab, da sie sich von meinem selbst erlernten Boogie-Woogie-Spiel, das ich mit Hilfe von Schallplatten lernte, nicht begeistern liessen. Wenn meine Eltern nicht zuhause waren, spielte ich begeistert Blues und Boogie-Woogie und hörte Schallplatten mit Dixieland-Musik.
Im Alter von 9 Jahren erhielt ich von meinem Vater eine Trompete – ein wahrer Glücksfall. Ich brachte mir das Trompetenspiel autodidaktisch bei. Meine schulischen Leistungen entsprachen jedoch nicht den Vorstellungen meiner Eltern, weshalb ich keinen Musikunterricht nehmen durfte, insbesondere keinen Unterricht ohne Notenlesen.
Es folgte eine etwa 20-jährige Musikpause, bis ich einige Jahre als Keyboarder in einer Blues- und Rockband spielte, die sich später wieder auflöste. Meine liebe Frau erkannte meine Affinität zur Musik und schenkte mir Musiklektionen bei einem Profitrompeter. Dieser riet mir, Euphonium zu spielen, und ich begann erfolgreich, intensiv das Notenlesen zu lernen. Seit über 20 Jahren spiele ich Euphonium in der Harmonie Volketswil.
Bei einer Jamsession bemerkte ein ehemaliger Profimusiker meine Fähigkeiten zum Improvisieren und zum Bassspiel. So kam es, dass ich mit der Hot-Stones-Dixielandband spielen konnte, zunächst mit der Tuba und später mit meinem Lieblingsinstrument, dem Sousaphon. Neben dem Sousaphon und Euphonium spiele ich noch Piano im Boogie-Woogie- und Blues-Stil und bin mit grosser Freude der Bandleader der Highlanders Jazzband.
